Das Verbundprojekt MeWiKo untersucht folgende Forschungsfrage: „Welchen Einfluss übt die externe Wissenschaftskommunikation, insbesondere die Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte über journalistische Medien und Social Media, auf den Impact von Publikationen aus und wie tragen redaktionelle Auswahlprozesse dazu bei?“. Das Teilvorhaben am MeWiKo-HBI untersucht in diesem Zusammenhang insbesondere die Selektionsmechanismen und Relevanzkriterien des redaktionell betriebenen Wissenschaftsjournalismus (AP 2) und trägt zum Projektmanagement bei (AP 4).

In 2019 wurden folgende empirische Arbeiten umgesetzt:

  • In Kooperation mit dem Verbundpartner „Science Media Center Germany“ (SMC) wurde eine standardisierte Online-Befragung von Wissenschaftsjournalist*innen in Deutschland konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. 104 Personen nahmen an der Befragung teil und gaben Auskunft über Anlässe, Quellen und Kriterien der journalistischen Berichterstattung zu wissenschaftlichen Themen. Zudem wurde Feedback zur Arbeit des SMC und zu möglichen Verbesserungen seiner Angebote eingeholt.
  • Die Ethnographie (teilnehmende Beobachtung) beim Science Media Center wurde vorbereitet. Neben dem Erstellen von Erhebungs- und Beobachtungsinstrumenten sowie generellen organisatorischen Absprachen mit dem SMC umfasste dies insbesondere auch Überlegungen zur Archivierung der gewonnenen (qualitativen) Daten.

Für das Vorhaben ist insbesondere die (kommunikationswissenschaftliche) Forschung zu Wissenschaftskommunikation und –journalismus relevant. Das Projektteam betreibt ein regelmäßiges Monitoring der einschlägigen Fachjournale (z.B. „Journal of Science Communication“ oder „Public Understanding of Science“) und wissenschaftlichen Vereinigungen (z.B. die Fachgruppe „Wissenschaftskommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft). Dadurch können neue Studien, Befunde und Analysen identifiziert und in der Konzeption und Auswertung der eigenen empirischen Arbeiten berücksichtigt werden.

In 2019 waren noch keine umfangreichen Verwertungen der Befunde möglich, weil der Fokus auf allgemeinen organisatorischen Fragen der Projektkoordination sowie der Datenerhebungen lag. Dennoch konnten ersten Überlegungen und Schlußfolgerungen zur Diskussion gestellt werden, z.B. im Rahmen eines Doktorandenworkshops der DGPuK-Fachgruppe „Wissenschaftskommunikation“ sowie in einem Beitrag für das Blog des Leibniz-Instituts für Medienforschung.