Im AP2 wurde im Mai und Juni 2019 eine Umfrage unter beim SMC akkreditierten Wissenschaftsjournalist:innen durchgeführt. Dabei hat das SMC das HBI bei der Planung, Durchführung sowie der Konzeption des Fragebogens unterstützt. Insgesamt 104 Journalist:innen nahmen an der Umfrage teil. Wichtige Erkenntnisse waren unter anderem, dass Embargo-Mails und Presseportale wie EurekAlert! als relevanteste Quellen für Informationen über neu erscheinende wissenschaftliche Artikel eingeschätzt wurden. Dies bestätigt die vorherige Einschätzung, dass diese wichtige Quellen für das MeWiKo-Projekt sind.

Außerdem Teil von AP2 ist die Durchführung einer Ethnographie der SMC-Redaktion durch das HBI. Zur Vorbereitung durch das SMC gehörte vor allem die ausführliche Vorabinformation aller Redaktionsmitglieder sowie der Austausch mit dem Redaktionsleiter über den Ablauf und die vertragliche Absicherung beider Partner. Die Ethnographie fand im Januar 2020 statt, wobei die Feldphase in den Anfang der Berichterstattung über Covid-19 mündete und in gegenseitiger Absprache diese besondere Situation wissenschaftsjournalistischer Berichterstattung durch weiteren Austausch und sporadische Interviews weiterverfolgt werden soll.

Geplant war die Weitergabe der im SMC vorliegenden Embargo-Mails an die Projektpartner. Aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken, konnten jedoch keine Volltextdaten zur Verfügung gestellt werden. So wurden im SMC vorhandene Scraper verwendet, um aus dem Archiv von Embargo-M ails Daten zu darin angekündigten wissenschaftlichen Publikationen zu extrahieren. Da sich das Zuordnen von DOI mit diesem Datensatz als wenig erfolgreich erwies, wurde zusätzlich ein Datensatz mit allen aus den Embargo-Mails extrahierbaren DOIs erstellt. Aufgrund dieser Schwierigkeiten erwies sich die Weitergabe der Embargo-Daten als wesentlich arbeits- und zeitintensiver als ursprünglich erwartet.

Für die Suche nach Medienbeiträgen, die über neuerschienene wissenschaftliche Artikel berichten, wird die Pressedatenbank Lexis Nexis verwendet. Es wurden Suchstrategien für LexisNexis entwickelt und manuelle Stichproben gezogen. Da ein automatischer Abruf von LexisNexis für die Datenkollektion in AP1 eine Lizenz erforderte, die im Projektkontext zu teuer wäre, werden manuelle Suchabfragen (evtl. in Form von Stichproben) für die Datenkollektion genutzt werden müssen.

Der Kontakt zum Informationsdienst Wissenschaft (IDW), einem hauptsächlich deutschsprachigen Portal für Pressemittelungen von Forschungsinstitutionen, wurde hergestellt und eine Nutzungsvereinbarung ausgehandelt. Daraufhin konnten im Januar 2020 allen Projektpartnern Volltextdaten der zwischen April 2016 und April 2019 über das Portal versendeten Pressemitteilungen und relevante Metadaten zur Verfügung gestellt werden.

Auch EurekAlert!, ein ähnliches Portal mit internationaler Ausrichtung, konnte nach einigen Gesprächen mit Verantwortlichen als Datenquelle erschlossen werden. Anfang April 2020 erfolgte eine Datenlieferung einer für dieses Projekt interessanten Auswahl von Pressemitteilungen, die über dieses Portal zwischen 2016 bis 2019 versendet wurden.